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Energieverbrauch zur Weihnachtszeit: Bratenspitze und Bescherungstal

Energieverbrauch zur Weihnachtszeit: Bratenspitze und Bescherungstal

Am ersten Weihnachtstag verbrauchen deutsche Haushalte rund 25 Prozent mehr Strom, als an einem durchschnittlichen Wintertag. Ohne den Einfluss von Produktions- und Schichtzeiten erhalten Energieversorger ungeahnte Einblicke in weihnachtliche Rituale. So steigt der Stromverbrauch laut BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) ab 9 Uhr an und normalisiert sich erst zur Mittagszeit. Oft spricht man deshalb auch vom Phänomen der Gänsebraten-Spitze. Früher, im Jahr 1970, als man noch mit Gas kochte, hatte das Phänomen deutlich größere Auswirkungen. Techniker mussten dann die schwerfälligen Gaserzeugungsanlagen sehr geschickt fahren. Heute, 2016, fällt die Verbrauchskurve zur Mittagszeit flacher aus. Einen Tag zuvor, am Heiligabend aber, sinkt der Stromverbrauch ab 16 Uhr. Der Weihnachtsgottesdienst und das gemütliche Beisammensein bilden im Bezug auf den Energieverbrauch das Bescherungstal.

Und noch ein interessanter Fakt: 2015 gingen Energieversorgungsunternehmen davon aus, dass die Festbeleuchtung rund 760 Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen würde. Das ist so viel, wie eine Stadt mit 250.000 Einwohnern in einem ganzen Jahr.

Quellen:

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/energieverbrauch-an-weihnachten-die-gaensebratenspitze-gibt-es-nicht-mehr/9259672.html
https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article149323369/Von-wegen-Stromsparen-Deutsche-im-Lichterkettenwahn.html
http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/651678/stromverbrauch-verrat-rituale-an-weihnachten-in-osnabruck

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