Die etwas andere Energieerzeugung – Von Pflanzen bis zu Fitnessgeräten

APC - Die etwas andere Energieerzeugung

Lampen, die ihren Strom von Pflanzen beziehen und Fitnessstudios, in denen Sie nach dem Workout Ihren eigenen Strom mit nach Hause nehmen können? Das geht!

Es gibt tatsächlich Möglichkeiten, Strom aus Pflanzen zu beziehen, ohne Sie zu beschädigen. Wissenschaftler der Universidad de Ingenieríca y Tecnologíca (UTEC) in Peru haben das genauer erforscht. Die sogenannten Geobacter-Bakterien besitzen die außergewöhnliche Eigenschaft, Elektrizität ausschließlich aus Biomaterial zu erzeugen. Bei der Photosynthese entsteht organisches Material, welches die Pflanze nicht vollständig verwertet und über die Wurzeln in den Boden ausscheidet. Die Geobacter-Bakterien lösen diese organischen Abfallprodukte auf, wodurch Elektronen frei werden. Die Elektronen können mittels Elektroden im Boden eingefangen werden. Bildet man ein Elektrodengitter, können die Elektronen an eine Standardbatterie weitergeleitet werden, die dann zur Stromerzeugung dient.

Niederländische Forscher arbeiten derzeit an mikrobiellen Brennstoffzellen, die für die Stromerzeugung durch Pflanzen genutzt werden. Versuche zeigten, dass eine 15m² große Grünfläche nötig ist, um einen Laptop zu laden. Zukünftig soll es möglich sein, Dächer zu begrünen und den Strom, zumindest teilweise, von Pflanzen produzieren zu lassen.

Bisher funktioniert diese Technologie nur mit Wasserpflanzen, dafür aber bei jeglicher Art, ob bei Reisfeldern oder in Feuchtgebieten, unabhängig von der Wasserqualität. In einem größeren Maßstab wäre es sogar möglich, die Herstellung von Nahrung und Energie zu kombinieren.

Unglaublich, wie genial ist auch die Idee aus England, Fitnessgeräte zur Stromproduktion zu verwenden. Das Green Gym Berlin machte 2009 den ersten Schritt, diese Idee auch in Deutschland zu verbreiten. Hierzu werden in den Geräten Spannungswandler installiert, die über Kabelverläufe mit einer Batterie verbunden werden. Die Fitnessräder werden dann an das interne Stromnetz angeschlossen, woraufhin der Strom über die Steckdose bezogen werden kann.

Wer jetzt glaubt, er könnte sich die nächste Stromrechnung sparen, indem er kräftig in die Pedalen tritt, hat sich leider geirrt. Eine Stunde auf dem Crosstrainer reicht lediglich dazu aus, zwei Glühlampen eine Stunde lang zum Leuchten zu bringen. Dennoch sind Unternehmen wie Pedal Power aus den USA davon überzeugt, dass diese Fahrradtechnologie dabei hilft, den Menschen klar zu machen, wie viel Energie im Alltag verbraucht wird. Projekte wie das Fahrradkino, in denen Menschen auf festmontierten Fahrrädern in die Pedalen treten um genügend Strom für die Leinwandprojektion zu erzeugen, sollen das Bewusstsein für den eigenen Verbrauch entwickeln und sogar dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

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